Jugendhilfe und Schule: Sozialkompetenztraining an Schulen (SKOTT)

Laut der OECD-Studie von 2007 bestimmen in der Bundesrepublik Deutschland Kinderarmut und der soziale Status der Herkunftsfamilie mehr als in jedem anderen Industriestaat die Bildungsbiografie und damit auch die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Viele Kinder sind vor dem Hintergrund sozialer und ökonomischer Benachteiligung eingeschränkt, soziale und kommunikative Kernkompetenzen (z.B. Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Problemlösungsstrategien, Teamwork…) zu entwickeln und zu erproben. Demnach fehlen bereits in frühen Jahren adäquate Formen des Miteinanders, was vielfach Ablehnung und Ausgrenzung hervorruft. Besonders deutlich wird dieser Zusammenhang im Schulalltag, wo Kinder und Jugendliche in Gruppen arbeiten, einander „richtig zuhören“ und aufeinander eingehen müssen, und herkömmliche schulische Maßnahmen oftmals nicht mehr genügen, einen ausreichenden Übungsrahmen für die beschriebenen Kompetenzen anzubieten. Dieser Prozess setzt sich im späteren Berufs- und Gesellschaftsleben fort. Soziale Kompetenz, die Fähigkeit zu kommunizieren, Bildungsprozesse selbst zu initiieren, Frustration und Kritik auszuhalten und kreativ nutzen zu können entscheiden maßgeblich über die Möglichkeiten sozialer Teilhabe junger Menschen in Beruf und Gesellschaft. Sie sind Voraussetzung, quasi der Schlüssel, für die Entwicklung demokratischer Kompetenz und Partizipation.

Vor diesem Hintergrund ist das Sozialkompetenztraining an Schulen (SKOTT) des KJHV ein erfolgreicher Weg, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, aktiv zu partizipieren.

SKOTT wird derzeit mit über dreißig Schulklassen und Hortgruppen im Kieler Stadtgebiet durchgeführt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage: www.skott-kiel.de

Ansprechpartnerin ist Edda Jürgensen, Klopstockstr. 17, 24103 Kiel, Tel.: 0431 - 7 09 99-15

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